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Implementierung einer VMI-Lösung für alle C-Artikel, einschließlich EHS
Implementierung einer VMI-Lösung für alle C-Artikel, einschließlich EHS
Implementierung von VMI mit Verkaufsautomaten für alle C-Artikel, einschließlich EHS, um die Verfügbarkeit sicherzustellen und die Lagerbestände in mehreren Werken zu reduzieren.
Industrie
Herstellung
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Sourcing-Kontext und Beschaffungsherausforderung
C-Artikel, darunter EHS-relevante Produkte wie Schutzhandschuhe und -brillen, Filter und Reinigungsmittel, wurden reaktiv mit hohem Verwaltungsaufwand und häufigen Lagerausfällen beschafft. Die lokalen Lager waren überfüllt (und überbesetzt), die Verfügbarkeit blieb jedoch gering. Die Herausforderung für die Beschaffung bestand darin, ein skalierbares, kundenfreundliches Liefermodell einzuführen, das Verfügbarkeit, Compliance und Kosteneffizienz gewährleistet und gleichzeitig Lagerbestände und manuelle Nachbestellungen reduziert.
Beschaffungsziele und strategische Hebel
Zu den Zielen gehörten Kostensenkungen von über 20 %, verbesserte EHS-Compliance und eine Verfügbarkeitsrate von über 95 % ohne Lagerausfälle. Strategische Hebel waren VMI (Vendor Managed Inventory), IoT-fähige Verkaufsautomaten und die Bündelung von C-Artikeln bei wenigen strategischen Distributoren. Durch die Übertragung des Lagereigentums und die Automatisierung der Lagerbeschaffung wollte der Einkauf Betriebskapital und operative Kapazitäten freisetzen.
Beschaffungsstrategie und Umsetzungsansatz
Verantwortung für die Auswahl eines spezialisierten Händlers im Rahmen einer Ausschreibung auf Basis technischer Lösung, Integrationsfähigkeit und EHS-Zertifizierung. Zuständig für die Analyse lokaler Verbrauchsdaten zur Definition von Mindest- und Höchstmengen pro Automat sowie für die frühzeitige Einbindung der Betriebsräte in den jeweiligen Ländern. Zudem Verantwortung für die Einführung von Verkaufsautomaten mit RFID-basierter Benutzerverfolgung in allen Werken sowie für den Abschluss eines konsolidierten Servicevertrags mit festen Service-Level-Agreements (SLAs) zur Nachschubversorgung.
Erzielte Ergebnisse und Werte
Die Kostensenkung betrug über 21 %, während der Lagerbestand innerhalb von sechs Monaten um 45 % reduziert wurde. Die Verfügbarkeit stieg auf 98,7 %, und die EHS-Konformität verbesserte sich dank gesicherter Ausgabe und vollständiger Rückverfolgbarkeit. Administrative Aufgaben wie manuelle Bestellungen, Genehmigungen und Bestandsaufnahmen wurden nahezu vollständig eliminiert. Die Zufriedenheit in der Fertigung stieg deutlich.
Rolle und Beitrag
Verantwortung für die Entwicklung des VMI-Beschaffungsmodells einschliesslich Lieferantenauswahl und Verhandlung des überregionalen Vertrags. Zuständig für die Abstimmung mit EHS, Logistik, Betriebsrat (sofern zutreffend) und Betrieb zur Sicherstellung der Stakeholder-Zustimmung und einer erfolgreichen Einführung. Zudem Verantwortung für die Definition des Daten- und KPI-Governance-Modells zur Verbrauchsverfolgung und Lieferantenverantwortung.
Fazit & Überlegungen
VMI ist nicht nur ein Tool zur Effizienzsteigerung in der Lieferkette – es ist ein entscheidender Faktor für das Geschäftswachstum. Die wichtigste Erkenntnis: Selbst geringwertige Artikel können wertvolle Ressourcen verbrauchen, wenn sie nicht strategisch verwaltet werden. Automatisierung, Rückverfolgbarkeit und Verantwortlichkeit machten aus einer vernachlässigten Kategorie von Restausgaben einen Massstab für operative Exzellenz.